Der Aufbau des Haares

Um die Ursachen von Haarausfall besser verstehen zu können, ist es wichtig sich zunächst mit dem Aufbau eines Haares zu beschäftigen.

Ein Haar ist ein ca. 0,1 mm dünner Hornfaden, der eine hohe Biegsamkeit und Elastizität, als auch eine große Festigkeit aufweist.  Es besteht aus dem Haarschaft, also dem sichtbaren Teil des Haares, der aus der Oberhaupt herausragt, dem inneren Mark (Medulla), der Rinde und dem Oberhäutchen. Die Rinde des Haares (Cortex) besteht aus verhornten Faserzellen, welche die Elastizität und Festigkeit des Haares gewährleisten.  In dieser Faserschicht, die von einer mehrlagigen Schuppenschicht (Cuticula) umgeben sind, befinden sich auch die Pigmente, die dem Haar seine Farbe verleihen.

Die Versorgung des Haares wird über die Haarwurzel gewährleistet. Diese ist über eine Wurzelscheide (Haarfollikel) in die Haut eingebettet und nimmt über winzige Blutgefäße die Nährstoffe auf, die für den Haaraufbau, für die Bildung neuer Zellen und somit für die Bildung des Haares benötigt werden. Angeschlossen an den Haarfollikel ist eine Talgdrüse, die das Haar einfettet und so vor dem Austrocknen schützt.

Daneben wird jedes Haar von einem Muskel umschlossen und von Nervenfasern umsponnen. Diese sind sehr fein und registrieren selbst kleinste Bewegungen (z.B. einen Luftzug).

Fakten rund ums Haar:

  • Haardurchmesser: ca. 0,1 mm
  • Durchschnittliches Haarwachstum pro Monat: ca. 1 cm
  • Durchschnittliche Anzahl der Kopfhaare: ca. 100.000
  • Lebensdauer eines Haares: 2- 6 Jahre
  • Anzahl der täglich ausfallenden Haare: 70 - 100